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Neues von Ilse Maria Bachl

In`de Kalkalpen

Des Mäufoiloch loasst
hiazt ka Woassa aus,
da Hirschzungfarn leicht
dunkelgrean im Schnee,
a Weißruckaspecht, der
klopft munta sei Liadl,
aom Woidraund stehd
so steif und stad a Reh.

Der Toag demmad
so zach dahi,
a wengerl weißa Dunst,
a bisserl Woikngrau,
a waun de Sunn hiazt
hinters Bergerl waundert,
ieba de Wipfü
glaunzt´s no hümmöblau.

Da knacksn d´Äst
und knoarrn de Bam,
wüschpün vau fria,
sand so gaunz daham.
Wias no weid köda waor,
maunnshohe Wend
aus weißn Schnee
und koald woarn Fieß und Hend.
Des Schlifitzen aum Eis
woar sakra gfehrli
de wüde Foahrt
woar oallwei hearrli.

Es rolld und rumpöd
woann d´ Hirscha rearn,
san´s mitten in da Brunfd,
bleibt`s eana lieba fern.
Daunn rennans los
mid gsenkte Gweih
und faungan glei
zan Raffa aun,
a Spießer moachd si
schnöll davaun.

Es kimmt oiweu vor,
dass d` Buchan sterben,
durch an Kefa oda Schdurm,
dös Todhoiz liegt
vastrad aum Bohn,
doa gfreid erscht so mauncha Wurm.

Und Lux, Stoanoadla,
d`Schwoarzsteach, d´Foalkn,
san no a weng södsaum,
wern oaftad hoamisch boald.
De prechtigan Koatzn
mit Bischl auf di Ohrn
soagn d´Jaga,
de haum in unsere Woida
oaba scho goarnix mehr valorn.

Da Ploadzhirsch hoad
den Kaumpf ned gwunga.
Da Sechzehnender kriagd di Kua.
Di aundan Hirschn
gengan zua Krippm,
wei Fuada gibt’s
no heifti gnua.

Im Nationalpark
gehd a Tag zuend.
Da Fearschda gehd
zu seina liabm Frau.
De Sterndal blingan
liachd vom Hümmö,
und mia gengan zrugg
in di Broadnau.

Dort kehrn ma no
ganz gmiadli ei
beim Grammöwirt
auf a braodns Reh.
Da oide Hirsch
lebt lengsd scho nimma.
Dem junga Seppü
Tuat jetzad a nix mea weh.

(I.Bachl, Februar 2018)